Des Kaisers Falke Drucken
Geschrieben von: Dr. Wolfram Dornik   
Dienstag, den 03. September 2013 um 18:58 Uhr

Es ist soweit, ein mehrjähriges Projekt nähert sich einem ersten Abschluss: Die Biografie von Franz Conrad von Hötzendorf, dem Chef des k.u.k. Generalstabes zu Ausbruch des Ersten Weltkrieges, ist im Studienverlag erschienen.

Seit seinem Amtsantritt als "Chef" 1906 drängte Conrad auf Krieg: Krieg gegen Serbien, Krieg gegen Italien, ja sogar Krieg gegen Ungarn – er war der Meinung, dies sei die einzige Möglichkeit, den inneren wie äußeren Problemen des maroden Reichs zu begegnen. Im persönlichen Umgang war er ausgesprochen liebenswürdig, bei der Truppe und im Generalstab gehasst und unterwürfig verehrt zugleich. In seinem militärischen Denken und seiner Weltsicht war er ein rücksichtsloser Kriegstreiber – sogar zum Preis seiner geliebten Söhne. Die nun veröffentlichte Publikation gibt Einblick in eine zwiespältige Persönlichkeit, die den Weg der Habsburgermonarchie in den Untergang nicht nur begleitet, sondern mitgestaltet hat. Die Nachbetrachtung haben Hannes Leidinger und Verena Moritz verfasst.

Zu bekommen ist das Buch im gut sortierten Buchandel, über amazon oder über das Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 03. September 2013 um 19:21 Uhr