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diagonale 2006
 

 

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film-special: DIAGONALE 2006


Nähere Informationen zu den Filmen: Programm der Diagonale 2006

 

Auswahl der zeithistorischen Dokumentarfilme der Diagonale 2006:

Bunica
UCI Annenhof, Donnerstag 17 Uhr
Schubert Kino, Sonntag 14 Uhr

Letzte Hoffnung Spanien. Protokolle einer Odyssee
Filmzentrum im Rechbauerkino, Donnerstag 22 Uhr
Schubert Kino, Samstag 17.15 Uhr

nach Österreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration
Filmzentrum im Rechbauerkino, Freitag 22 Uhr, Mittwoch 11 Uhr

Neue Welt
UCI Annenhof, Freitag 14.30 Uhr

Rule of Law
Schubert Kino, Mittwoch 17.15 Uhr, Freitag 11.30 Uhr

Slowenen, Partisanen, Hochverräter
Filmzentrum im Rechbauerkino, Mittwoch 22 Uhr
Schubert Kino 17.15 Uhr

Unter den Brettern hellgrünes Gras
Filmzentrum im Rechbauerkino, Mittwoch 16.30 Uhr
Schubert Kino, Samstag 19.30 Uhr

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Auswahl historischer Filmdokumente die auf der Diagonale 2006 zu sehen sind:

Ariane
Kiz, Donnerstag 11 Uhr

Fräulein Else
Kiz, Mittwoch 11 Uhr

Kreuzzug der Maschine - Hommage an Albrecht Viktor Blum
Kiz, Donnerstag 16.30 Uhr

Stolen Life
Kiz, Freitag 11 Uhr

Die umkämpfte Leinwand (Programm 1)
Kiz, Freitag 16.30 Uhr

Die umkämpfte Leinwand (Programm 2)
Kiz, Samstag, 16.30 Uhr

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Klimt

"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen." - Dieser letzte Satz des Tractatus logico-philosophicus von Ludwig Wittgenstein fällt einem unweigerlich nach der Projektion dieses Films ein. Es ist nämlich äußerst schwer etwas über diesen Film zu sagen/zu schreiben, weshalb man eigentlich schweigen müßte.

Aber einiges kann doch gesagt werden; am leichtesten ist es in solchen Fällen, mit dem zu beginnen, was man über diesen Film nicht sagen kann: 1. Der Film ist keine Biografie im gewohnten Sinn. Er ist vielmehr eine Aneinanderreihung von Träumen, realen Begebenheiten und Mischungen daraus, die die Person Klimt (gespielt von John Malkovich), das Entstehen seiner Kunst und sein Umfeld erhellen soll.
© Diagonale 06
2. Es wird ein Sittenbild der Wiener Moderne gezeigt, das an "Die letzten Tage der Menschheit" erinnert: Klimt und Egon Schiele (hervorragend gespielt von Nikolai Kinski, Sohn von Klaus) diskutieren zwischen radikalen Studenten und Großbürgern im Kaffehaus oder Klimts Verhältnis zu seinen Frauen (Veronica Ferres als Emilie Flöge, Irina Wanka als Berta Zuckerkandl, Saffron Burrows als Lea de Castro uvm.). 3. Der Film verweigert sich einfachen Antworten und Aussagen. In seltsam anmutenden Metaphern und Symbolen wird auf vieles angespielt aber nur wenig konkretes gesagt. Realität und Traum verschwimmen genauso wie in den Bildern Klimts, die zwar im ersten Eindruck real wirken, bei näherem Betrachten aber immer surrealer werden. Und schließlich 4. die Frage, ob dieser Film wirklich Klimt zeigt, oder lediglich die rückbezügliche Projektion ist, wie sich Regisseur und Autor Raoul Ruiz Klimt annähert, und ob diese Annäherung Gustav Klimt nicht näher kommt, als so manche Biografie.

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Update: 23.03.2006